Industrie 4.0:

Digitalisierung und künstliche Intelligenz verlangen die Entwicklung neuer menschlicher Kompetenzen

Wir brauchen den Mut, uns neu zu erfinden!


Wir durchleben eine Phase radikalen technologischen Umbruchs. Man spricht von der vierten industriellen Revolution, weil die Digitalisierung in ihren Folgen der Einführung von Dampfmaschine, Fließband und Industrieroboter gleichkommt. Jede Stufe der Industrialisierung kostete viele Jobs und schuf neue. Arbeitsplätze, die oft interessanter waren, besser bezahlt und weniger gefährlich als zuvor. So ersetzten Industrieroboter in den achtziger Jahren viele Arbeitsplätze. Die Anpassungsphase war hart. Nach dem Übergang aber stand die Wirtschaft und ihre Beschäftigten besser da als zuvor. Ebenfalls in den Achtzigern mühten sich in vielen Firmen noch große Teams mit der Nachkalkulation ab. Heute wird dies maschinell erledigt.

 

Alles, was sich sinnvoll automatisieren lässt, wird automatisiert. Heute haben wir uns auch schon an den Gedanken gewöhnt, dass Autos bald keine Fahrer mehr brauchen, Drohnen künftig Pakete ausliefern oder Maschinen eigenständig auf bevorstehende Reparaturen hinweisen. Menschen werden von schweren körperlichen Arbeiten, umfangreicher Verwaltungsarbeit und Routinearbeiten befreit und haben dadurch freie Kapazitäten, um Arbeiten zu verrichten, die menschliche Intelligenz und menschliche Ansprache erfordern. Die Arbeit verschwindet also nicht, sondern sie wird neu definiert.

 

In diesem Sinne sollten wir nicht überlegen, ob und wie wir die Digitalisierung bremsen, sondern wie wir sie für uns nutzen.

 

Wir müssen uns jedoch auch darauf einstellen, dass jeder Job in Zukunft auch eine digitale Komponente haben wird. Werkzeugmeister vernetzen sich mit Kollegen in anderen Firmen, um Werkstücke schneller und präziser auf Fehler zu überprüfen. Taxifahrer verlassen sich auf Smartphone und GPS. Pflegekräfte nutzen Apps, um ihre Arbeitszeiten zu planen und Krankenakten digital zu pflegen. 

 

Auch wenn die Digitalisierung einen Schritt in der menschlichen Evolution darstellt, so gilt es gleichzeitig, der immer weiter voranschreitenden Ressourcenausbeutung mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Um das Gleichgewicht zwischen Mensch und Maschine wiederherzustellen, kann das bedingungslose Grundeinkommen die humane Antwort auf die Digitalisierung sein.  

 

Mehr über das Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen" finden Sie hier.

   

Digitalisierung trifft auf grundeinkommen

Copyright:  Semá Nur Aydin