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Die Rückkehr des Weiblichen Prinzips - Eine Analyse

 

Ausbeutung von Ressourcen

Die Menschen wurden von ihrem Land vertrieben, nur um die Bodenschätze hemmungslos zu plündern. Im Vordergrund stand nicht die Sinnhaftigkeit des Tuns, sondern ausschließlich die Möglichkeit, mit diesen Bodenschätzen ein Vermögen zu machen – es war reine Gier. Die Menschen hatten den Planeten zu ihrem Privatbesitz erklärt und unter sich aufgeteilt. Das Waffengeschäft war ein unglaublich geldbringendes Geschäft. Damit die Notwendigkeit von Waffengewalt glaubhaft gemacht werden konnte, wurden Gefühle wie Angst und Neid geschürt. Es wurden Feinde erschaffen, die es gar nicht gab. Nationen zerstörten ihre eigenen Bauwerke und töteten dabei Tausende von Menschen, nur um es einem vermeintlichen Feind anzulasten. Kriege in den armen Ländern mit reichen Bodenschätzen wurden von den Industrienationen angezettelt, denn alle Mächtigen hatten etwas davon: die Waffenlobby, die Banken, die Regierungen.

 

Je weiter der technische Fortschritt voranging, desto mehr entfremdeten sich die Menschen von der Natur und ihrer Ganzheit. Ihnen ging das Gefühl verloren, ein Teil von allem zu sein.

Die Plünderung der Bodenschätze und Ressourcen hatte dazu geführt, dass große Landstriche verwüstet wurden. In vielen Ländern der Erde wurden unglaublich große Flächen an Waldgebieten gerodet, nur um darauf Rinder weiden zu lassen oder Nahrungsmittel anzubauen, die dann der westlichen Welt als Energie zum Autofahren zugeführt wurde. Das perfide daran war, dass die Lebensmittel von hungernden und ausgebeuteten Menschen angebaut wurden.

 

Die Erdölförderung zerstörte ganze Landstriche. Die ärmeren Länder bauten Pipelines, um das Öl über Tausende von Kilometern zu transportieren. Dabei verseuchten leck gewordene Trassen nicht selten Quadratkilometer um Quadratkilometer von Landfläche und niemand kümmerte sich darum. Erforderlich wurde der hohe Verbrauch an Energie, weil es immer nur um Wachstum ging. Das Männliche Prinzip bezeichnete ein Innehalten oder sogar ein Zurückschrauben von Bedürfnissen als Rückschritt. Damals war es üblich, die Bevölkerung mit dem Schlagwort von der Gefahr des Arbeitsplatzverlustes zu erpressen. Waren es zuvor nur einige Menschen der untersten sozialen Schicht, so war mittlerweile die sogenannte „Mittelschicht“ von Armut betroffen. So machten die steigenden Lebensmittelpreise und die vielen Spekulationen rund um die Lebensmittelproduktion Milliarden Menschen auf diesem Planeten zu hungernden Menschen. Mehr als ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung hungerten. 

Die Bevölkerungsexplosion nahm stetig zu. Dafür gab es verschiedene Gründe. Zum einen sicher die Unterdrückung der Frauen, die nicht alleine entscheiden durften, ob und wann sie Kinder gebären wollten.  Zum anderen spielten auch die Religionen, insbesondere der Christliche Katholische Glaube, eine große Rolle. Das Kirchenoberhaupt, der als die Vertretung Gottes auf Erden angesehen wurde, verbot unter anderem die Geburtenkontrolle.

 

Das Weibliche Prinzip war fast völlig aus den Entscheidungsprozessen verschwunden und so herrschten unkontrollierter technischer Fortschritt, Ausbeutung der Ressourcen, Zerstörung der Umwelt, Gewalt in all seinen Facetten, Spekulationen, Gier, Kriminalität, Korruption, Bevölkerungsexplosion, Nahrungsmittelverknappung und Nahrungsmittelverteuerung.  Armut und Hunger. All dies trieb den Planeten in den Ruin. Und als wäre das immer noch nicht ausreichend, zog sich noch dazu der Globalisierungsgedanke wie ein Spinnennetz über den ganzen Planeten. Die Globalisierung wurde zu einem gigantischen Machtapparat. Einige wenige dominierten in dieser Zeit die Wirtschaft und Milliarden von Menschen. Mit den Eigenschaften des Weiblichen Prinzips hätte eine Globalisierung zur Lösung der dringendsten Probleme von Hunger und Leid der damaligen Zeit beitragen können. Globalisierung als Mittel, die Menschen darauf hinzuweisen, dass wir nicht getrennt voneinander sind und auch nichts so tun können, als ginge uns das Schicksal eines anderen Menschen oder Volkes nichts an – in einem solchen Sinne wäre Globalisierung ein Segen gewesen. Aber wie uns die Geschichte lehrt, brauchten die Menschen erst noch ein größeres Drama. Der Globalisierungsgedanke der alten Zeit war ein weiterer Beweis dafür, dass die Menschen sich in einer Art kollektivem Selbstbetrug befanden und einfach glaubten, was die Medien ihnen damals weismachen wollten.

Eine Gruppe formt sich

Was wirklich zur Erneuerung führte, war die gute Vorbereitung einer wachsenden Gruppe, die sich für die Rückkehr des Weiblichen Prinzips einsetzte und ein Mix aus den jahrhundertelang verursachten Tragödien, die zu einem bestimmten Zeitpunkt kulminierten. Eines dieser Ereignisse entstand durch die Klimakatastrophe. Ein zweites, zeitgleiches Ereignis war der Zusammenbruch der Luftblase „globale Wirtschaft“. Korruption, Spekulationen und ein unglaubliches Ausmaß an Geldgier ließen die fiktiven Zahlen in den Banken und in der Folge davon die gesamte Weltwirtschaft zusammenbrechen. Ausgangspunkt waren die Börsen, ein absoluter Spielplatz des Männlichen Prinzips, ein künstlich aufgeblasenes Gebilde von Zahlen und heißer Luft. Vorausgegangen war die Erhöhung der Lebensmittelpreise für Grundnahrungsmittel, so dass sich mehr als ein Drittel der gesamten Erdbevölkerung nicht einmal mehr das Notwendigste leisten konnte und der Hunger auf unserem Planeten ein kaum vorstellbares Ausmaß annahm. Nun gab es Milliarden Menschen auf dem Globus, die nichts mehr zu verlieren hatten. In ihnen wuchs der Mut und sie standen auf und gingen auf die Straßen. Dann ging alles sehr schnell. Das Internet half unserer Gruppe bei der Verbreitung unserer Idee. Die Grundidee war sehr einfach und äußerst wirkungsvoll: die Frauen auf dem ganzen Planeten verweigern sich, dem Männlichen Prinzip weiter zu folgen und Punkt! Mehr nicht, aber dies konsequent.

 

Wir riefen die Frauen auf, sich zusammenzuschließen, ihre Kinder mitzunehmen und ihre Männer zu verlassen. Sie sollten sich in der Öffentlichkeit treffen, um innere Stärke zu entwickeln und sich gegenseitig zu unterstützen. Und wir forderten sie auf, dies über einen längeren Zeitraum durchzuhalten, denn es würden in diesem Chaos Monate, wenn nicht Jahre dauerten, bis alle Winkel des Planeten erreicht würden. Der Widerstand der Männer war nicht unser größtes Problem. Zwei viel größere Probleme ergaben sich aus den Frauen selbst. Viele Frauen selbst erinnerten sich zum einen nicht mehr, wie sie das Weibliche Prinzip leben sollten und welche Vorteile es für sie hatte und zum anderen gab es Millionen und Abermillionen von Frauen, die in ihrer Sozialisation bereits über Generationen das Männliche Prinzip selbst lebten und es zu einer Art von Pseudo-Gleichberechtigung gemacht hatten, um mithalten zu können – um in dieser vom Männlichen Prinzip beherrschten Welt überhaupt eine Chance zu haben. Zudem gab es viele Frauen, die sich in ihrer anerzogenen Rolle mitsamt der Unterdrückung sogar vermeintlich wohl fühlten. Das Chaos hat fünf Jahre gedauert. Was wir damals noch nicht ahnten, war die geologische Katastrophe, die – so erschien es uns – uns zur Hilfe kam. Es herrschte absolute Orientierungslosigkeit und noch einmal blitzten alle negativen Eigenschaften des Männlichen Prinzips auf: Habgier, Selbstsucht, Zerstörung. Jedoch viele Frauen hatten schnell begriffen, dass nicht mehr sie die Schwachen in diesem entstandenen Prozess waren, sondern der Großteil ihrer zurückgelassenen Männer. Die natürliche Kooperation des Weiblichen Prinzips und dessen unumstößlicher Wille zum Aufbau einer neuen, tauglicheren Gesellschaftsform halfen vielen Menschen in dieser Zeit. Die erneuerungswilligen Menschen verstanden diesen Umschwung als das Ausschlagen des gelösten Pendels in die andere Richtung. Es war ihnen klar, dass das Pendel eine ungewisse Zeit lang extrem in der anderen Stellung verharren musste, um eine Balance zu erschaffen und sich erst danach im mittleren Feld einpendeln würde.

Es war die Chance, um Schäden zu reparieren und um größere zu verhindern. Es war eine Chance, der Natur für eine Regeneration Zeit zu lassen und den bedrohten Tierarten eine Erholungspause zu verschaffen. Alle Besitzstandswahrer, alle Bedenkenträger und vor allem die Fantasielosen und Ängstlichen stimmten immer wieder dasselbe Lied an, es könne so gar nicht funktionieren, es würde niemals klappen.

 

Wie die Weltwirtschaftskrise begann

Die Bankenkrise, die mit der Insolvenz einiger Banken angefangen hatte, war der Beginn einer Weltwirtschaftskrise, die dann mit vielen anderen Faktoren zusammen die Frauen ausstiegen ließ. Die Frauen protestieren nicht, sondern stiegen einfach aus dem Gesellschaftssystem aus und stellten sich dem nicht mehr zur Verfügung. Sie gingen in die Öffentlichkeit um sich zu besprechen und eine Lösung herbeizuführen. Es gab damals einen Spruch „Stell dir vor, es ist Krieg und niemand geht hin“. So verhielten sich die Frauen der ersten Stunde. Sie sagten: Stellt euch vor, das Männliche Prinzip zerstört die Zukunft unserer Kinder und wir machen einfach nicht mehr mit!

 

Als erstes wurden weltweit Geld und Besitz abgeschafft. Es entstand eine neue Währung, die zu einer Grundhaltung wurde: der Beitrag zur Gemeinschaft. 

Als zweites wurden alle Gesetze abgeschafft und durch zwei neue ersetzt. 

  1. Die Würde der Natur ist unantastbar.
    Alle Handlungen, die einem anderen Schaden zufügen, sind zu unterlassen. Dies gilt nicht nur für Menschen, sondern die gesamte Wesenheit auf dem Planeten, also Tiere, Pflanzen und geologische Gegebenheiten.

  2. Das Gesetz des ausgewogenen Gebens und Nehmens
    Jeder darf nur so viel nehmen, wie er der Gemeinschaft auch wieder in irgendeiner Form zurückgeben konnte und wollte. Jegliches Anhäufen und ein Leben auf Vorrat werden dadurch verhindert. 

Die Gruppe, die sich für die Rückkehr des Weiblichen Prinzips einsetzte, lebte dieses Prinzip aus sich heraus, ohne gegen etwas zu kämpfen. Es gab keine Überredungsarbeit und keinen Kampf gegen etwas. Das machte es den Gegnern, Bedenkenträgern, Besitzstandbewahrern  schwer, weil sie in ihrem Kopf einen vermeintlichen Feind brauchten, aber der stand für einen Kampf nicht zur Verfügung. Das Männliche Prinzip hatte so lange vorgeherrscht, dass es für viele Männer kaum vorstellbar war, nicht zu kämpfen. Es hatte ungefähr ein Jahr gedauert, bis klar zu erkennen war, wer sich der Rückkehr des Weiblichen Prinzips angeschlossen hatte und wer nicht. Und es stellte sich heraus, dass die Gruppe der Widersacher nicht so groß war, wie ursprünglich angenommen wurde. Es waren darunter in erster Linie die, die durch den neuen Gedanken, ihren Besitz zu verlieren, Panik bekamen. Eine viel gefährlichere Gruppe waren die Anführer der immer stärker werdenden organisierten Kriminalität.

Klimakatastrophe

Viele Wissenschaftler hatten die Sorge, dass die Pole aufgrund der Klimaveränderung schneller schmelzen würden, als Gegenmaßnahmen ergriffen werden hätten können. Damals war den Menschen das System der Ganzheit, das wir heute als holistisches System bezeichnen, nicht bewusst. Die Holontheorie, dass alles, was existiert, in sich GANZ ist und gleichzeitig ein TEIL von etwas, war schon damals vor allem von Ken Wilber genau beschrieben worden, wurde aber nur von wenigen verstanden. Wird die natürliche Ordnung, dass alles was ist, sich aus etwas Anderem heraus entwickelt nicht erkannt und akzeptiert, besteht die große Gefahr der Selbstzerstörung. Dieses universelle Gesetz war den Menschen früher einfach nicht wirklich bewusst, sodass über die Konsequenzen des eigenen Handelns nur zu selten nachgedacht wurde. So wurden über Jahrzehnte Atomkraftwerke betrieben ohne zu wissen, wohin mit dem radioaktiven Abfall.

 

Die Katastrophe fing damit an, dass die Pole tatsächlich rasant abschmolzen und er Meeresspiegel anstieg. Erst waren nur die direkten Küstengebiete betroffen. Dann bestätigte es sich, dass die Gewichtsverlagerungen, die damit einhergingen, so gewaltig waren, dass sich die Interkontinentalplatten verschoben und zeitgleich gab es Erd- und Seebeben in unglaublichem Ausmaß. Es waren Wochen voller Grauen, Nach einem schweren Beben folgen unzählige Nachbeben und alle Lebewesen auf dem Planeten kamen aus den Ängsten gar nicht mehr heraus. Die Seebeben ließen Flutwellen entstehen, die ganze Küstenstriche dem Erdboden gleichmachten. Es kam zu gewaltigen Erdrutschen und wie befürchtet wurden einige Vulkane wieder aktiv. Die Vulkanausbrüche auf dem Meeresgrund waren so gewaltig, dass neue Inseln entstanden. Es schien als würde die Natur alles auf ihre Art wieder zurechtrücken. Wir hatten geglaubt, die Natur im Griff zu haben und wir dachten, wir wären nicht mehr Teil dieses Prozesses, sondern hätten die Macht, ihn zu bestimmen. Und nun hustete die Erde und spuckte, schüttelte sich und wirbelte uns damit umeinander. Für viele waren die Ereignisse wie eine Koexistenz zwischen dem Begehren der Frauen und der Natur. Auf der einen Seite die Frauen und Männer, die danach strebten, das Zyklische Denken für die Menschheit wieder zu integrieren und auf der anderen Seite die Natur, die den Prozess beschleunigte und mit allen Mitteln eingriff. Beide gingen eine Allianz ein.

Das Chaos wütete über ein Jahr. Dann gab es einen Schlag. Die Permafrostböden tauten auf und ließen ganze Gebirgsketten wie große Kieselhalden zerbröckelnd in sich zusammenfallen und begruben Dörfer und Städte unter sich. Methangas befreite sich und führte zu weiteren Explosionen und das Meer stieg immer noch weiter an. Das Wetter spielte verrückt. Es fiel Regen in Mengen, die die Böden nicht aufnehmen konnten, weil es entweder in Regionen geschah, in denen die Böden metertief ausgetrocknet waren oder weil in den Städten kaum mehr Flächen für die Versickerung vorhanden waren. Es war wie das Jüngste Gericht aus der Bibel oder wie die darin beschriebene Sintflut. Und dann, als sich der Planet langsam beruhigte, mussten die Landkarten neu geschrieben werden. Die Westküste Nordamerikas war bis an die Berge überflutet, an der Ostküste hatte sich neues Land gebildet. Der Golf von Mexico war zu einem riesigen Meer geworden. Der größte Teil Japans versank im Meer und der nördliche Teil Europas war mit einem Schlag völlig umgeformt worden. Die Menschen in der Neuen Zeit verstehen nicht, warum niemand die Warnungen von Menschen erstgenommen hat, wenn es doch Filme, Bücher, Studien gab. Gerade weil doch das lineare Denken immer den Blick nach vorne hatte, hätte man doch die Zeichen und ihre Auswirkungen sehen müssen. Vielleicht war es im damaligen System einfach undenkbar,  eine jahrhundertelange Entwicklung als eine Fehlentwicklung einzuordnen.

 

Von da an ging es den Zurückgebliebenen ums nackte Überleben und das über Jahre hinweg. Das galt nicht nur für den einzelnen Menschen, sondern auch für Völker und Staaten. Die Menschheit bekam eine große Chance und endlich machte eine globale Entwicklung wirklichen Sinn. Die wissenschaftlichen Zweige arbeiteten miteinander und nicht gegeneinander und das Allergrößte war die Idee der Frauen, das Geld einfach abzuschaffen, um wirklich handlungsfähig zu sein und keine Rücksicht auf Vermögen oder Nicht-Vermögen nehmen zu müssen. Damit wurde die Chance für eine neue Währung geboren, einen neuen Wert zu installieren, der sich aus der Situation heraus als richtig bewies. Die neue Währung, der neue Wert, war die Höhe des Beitrages, den der Einzelne oder ein Volk für das Wohl des Ganzen leistete. Anhand des Beitrages wurde die Wertschätzung festgestellt. Wer etwas hatte, der gab und wer etwas brauchte, der nahm. Die Solidarität und das darin enthaltende Miteinander schienen zu greifen. So kam alles zur richtigen Zeit und die große Katastrophe wurde zur größten Chance, die die Menschheit jemals erhalten hat.

Seitdem das zyklische Denken wieder die Verantwortung für das Geschehen auf der Erde übernommen hat, ist der Abbau von Ressourcen nur noch mit Genehmigung des Weltältestenrates erlaubt. Die Mitglieder dieses Rates der Weisen Alten achten darauf, dass das Gesetz, welches die Würde der Natur schützt, nicht verletzt wird und die Verwendung der Ressourcen ist nur erlaubt, wenn er der gesamten Erdbevölkerung zugutekommt. Ohnehin ist seit Abschaffung des Geldes das Verlangen nach Abbau von Ressourcen geschwunden, da die sinnlose Plünderung für nackten Profit und Gier ein Ende gefunden hat. Die Natur wird wieder die Lebensgrundlage  der Menschen geachtet und verehrt. 


Hungersnöte 

Afrika war der ärmste Kontinent von allen. Viele Jahrhunderte lang wurden Schwarze überall auf der Erde als Sklaven gehandelt, als wären sie Menschen zweiter Klasse. Außerdem wurde das Volk über einen sehr langen Zeitraum von verschiedenen Kolonialherren ausgebeutet. Afrika beherbergte die höchste Zahl an hungernden Menschen auf dem ganzen Globus. Täglich starben mehr als zehntausend Menschen an Hunger, Elend und Krankheit. Und die Welt sah zu. Alles, wofür sich die reichen Länder interessierten, waren ihre Bodenschätze. Die wohlhabenden Länder gaben damals Unsummen für Rüstung und Kriege aus. Ein einziger Jahresetat für Rüstung und Kriegsmaschinerie der damaligen USA hätte ausgereicht, um den Menschen in Afrika nachhaltig die Krankheiten und den Hunger zu nehmen.

Die klügsten Köpfe aus Wissenschaft und Forschung beschlossen, ihr gesamtes Bestreben auf die Entwicklung der Dinge zu richten, die notwendig für den Wiederaufbau waren. Und dank diesen neuen globalen Gedankens wurde zuerst an den notwendigsten Entwicklungen gearbeitet. Da waren die Bereiche des Wiederaufbaus von Wohnraum, der Bereich für die Wasserversorgung, Elektrizität, Gesundheitsvorsorge und Krankenversorgung. Heute ist die Infrastruktur bereits auf einem beträchtlichen Niveau.

 

Die Rückkehr zum Mitgefühl

Die Natur hatte die Menschen zurück zum Wesentlichen gebracht. Die unsagbare Not aller Menschen brachte ein Gefühl wieder hervor, das schon lange nicht mehr im Vordergrund stand: Mitgefühl. Dieses Mitgefühl hatte zur Folge, dass sich die Menschen einander auch wieder näher kamen. Aus dem Mitgefühl wurde menschliche Nähe und aus dieser Nähe heraus und der gemeinsamen Arbeit an Projekten, entstand bei aller Dramatik sogar Lebensfreude. Es waren so unendlich viele Menschen bereit, ihre Ideen einzubringen, die sie im anderen System nie einbringen konnten. Immer wieder wurde deutlich, was für ein ungeheurer Schatz an Erfindungsreichtum und an sozialer Kompetenz in den Menschen verborgen war und nun sprudeln durfte. In allen Ländern des neu geformten Planeten wurden die Kinder und die Erwachsenen gleichermaßen von ihrem Analphabetentum erlöst.

 

Bildungshäuser statt Schulen

Kinder wachsen in der Neuen Zeit in Lebensgemeinschaften auf und entscheiden selbst, was sie wann lernen wollen – in ihrem eigenen Rhythmus und in ihrem eigenen Tempo. In Bildungshäuser treffen sich alle Menschen, egal welchen Alters. Ihre Gemeinsamkeit ist das jeweilige Thema, ihr jeweiliges Interesse. Dort kann man Vorträge und Seminare besuchen. Es gibt Bücher und das Internet. Es gibt Arbeitsgruppen und Projekte, es gibt die Möglichkeit, auch einzeln zu lernen zu vertiefen. Niemand muss sich fest anmelden oder eine bestimmte Bildungsvoraussetzung haben und schon gar nicht ein bestimmtes Alter. Alles was zählt ist das Interesse und die Neugier. Die Menschen müssen schmunzeln, wie konnten die nur glauben, dass es die richtige Methode ist, allen Kindern zur gleichen Zeit dasselbe beizubringen, um der Intelligenz und den Neigungen ihrer Kinder gerecht zu werden? Und wie kann etwas, das ein Kind produziert als schlecht bewertet werden? Ging es den Eltern damals darum, dass die Kinder den Erwartungen der Erwachsenen gerecht werden?  Was für ein kurioser Gedanke, denn dann müssten die Kinder ja in der Vergangenheit ihrer Eltern leben und altes, vielleicht sogar überholtes Wissen lernen. Was für ein schräger Einfall und vor allem wie unproduktiv.

 

Gesundheitsvorsorge

Früher ging es den Ärzten nicht darum, einen Menschen zu heilen, sondern darum, eine Krankheit zu bekämpfen. Es entstanden Spezialgebiete, die aus dem Menschen eine Art Maschine machten, die man in Einzelteile zerlegen konnte und wenn man sie nur richtig wieder zusammensetzen würde, dann würde schon alles wieder in Ordnung kommen.  Die Menschen waren bereit, die Verantwortung nicht nur für die Reparatur, sondern auch die Instandhaltung in andere Hände zu legen. Mit der Zeit war das Krankheitswesen zu einem lukrativen Geschäft geworden und die sogenannte Pharmaindustrie zu einem gigantischen Industriezweig. Natürlich ging es dabei nicht vordergründig um die Gesundung der Menschen, sondern darum, soviel Profit wie möglich zu machen.

 

Manchmal wurden sogar Krankheiten erfunden, um Medikamente einzusetzen, die zuvor für eine andere Krankheit entwickelt, wurden, aber nicht die gewünschte Wirkung erzielte. So war es sicher kein Zufall, dass die damals bereits existierende, aber anders arbeitende Weltgesundheitsorganisation das Klimakterium der Frau zur Krankheit ernannte und dies genau in dem Jahr tat, als die Pharmaindustrie in der Lage war, das weibliche Hormon Östrogen auch künstlich herzustellen. Den Frauen wurde eingeredet, sie müssen sich in der Zeit des Klimakteriums einer Hormonbehandlung unterziehen. Ein Teil der groß angelegten Studien mussten schon nach zwei Jahren abgebrochen werden, weil es in der Gruppe der behandelten Frauen eine auffallende Häufigkeit von Infarkten gab, die in Einzelfällen zum Tode führten. Im Grunde war bewiesen, dass alles nur ein großer Schwindel war, der Geld in die Taschen der Ärzte und Industrie spülen sollte.

Um die Geschäfte auszudehnen, wurden immer mehr Krankheitsbilder erfunden. Das ging sogar so weit, dass Kinder, die für das Bildungssystem zu aktiv waren oder sich dem System verweigerten, mit einem bestimmten Drogenmedikament (enthielt Bestandteile eines damals verbotenen Rauschgiftes) behandelt wurden, um sie in die Gesellschaft einzuordnen. Nur wenige haben sich gefragt, ob diese Entwicklung nicht ein Zeichen dafür war, dass das System nicht mehr in Ordnung sei. Es gab bereits damals eine spirituelle Erklärung für diese Kinder. Sie waren inkarniert, gerade um das System zu verändern. Eine Zeit lang waren sie als Indigo- oder Kristallkinder  bekannt. Diese neue Generation war die Vorhut für eine neue Zeit. Sie waren unbequem, weil so aktiv und unangepasst. In den Augen des Systems waren sie hyperaktiv oder lethargisch und das strengte sowohl die Eltern, als auch die Lehrer an. Aber stattdessen zu hinterfragen, wie man das System verändern könnte, hat man einfach die Kinder ruhig gestellt. 

 

Die Menschen hatten insgesamt total verlernt, dass Unwohlsein und Schmerz Signale sind und damit, wie alle anderen Zeichen des Körpers auch, Symptome, die darauf hinweisen wollen, dass etwas nicht im Gleichgewicht ist. So wurden Schmerzen einfach beseitigt und somit die große Chance, der Ursache auf die Spur zu kommen einfach außer Acht gelassen. Jede Reparatur wurde von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt und zwar völlig unabhängig davon,  wie sie ihr Leben führten, wie sie sich ernährten oder ob sie sich selbst Schaden zufügten. Und die Pharmaindustrie erfreute sich einer ungeheuren Wachstumsrate. So schossen die Kosten in die Höhe, bis das ganze System kollabierte. Plötzlich sollten die Menschen wieder selbst Beiträge zu ihrer Gesundheit leisten und das sowohl finanziell als auch in Form von gesunder Lebensführung. Es entstand eine sogenannte Wellness-Welle und die Menschen bekamen wieder Zugang zu ihrem eigenen Körper oder vertrauten auf Jahrtausende alte Medizin.

Das Augenmerk auf die Vorbeugung von Krankheiten und auf eine gesundmachende und gesunderhaltende Lebensführung zu legen, wurde damals aus Kostengründen abgelehnt. Nur etwa ein Prozent der immensen Gesamtausgaben für die Krankheiten der Menschen wurde zur Prophylaxe verwendet.

Durch eine weitere absurde Entwicklung durch die Abspaltung des Körpers von Geist und Seele entstand ein pervertierter Körperkult. Jugendlichkeit wurde als wünschenswerter Dauerzustand im Leben der Menschen proklamiert. Die Falten der Frauen waren nicht länger die Zeichen für Lebenserfahrung, sondern wurden mit lähmenden Giften im Gewebe bekämpft. Die meisten Modeschöpfer waren homosexuelle Männer und schufen sich mit ihren Idealvorstellungen knabenhafte Frauen als Modelle. Um diesen unnatürlichen Schönheitsideal entsprechen zu können, entwickelten diese Menschen ein bestimmtes Essverhalten, das zu Essstörungen führte. Manche verweigerten Essen grundsätzlich, andere aßen und erbrachen es danach direkt wieder.

 

Eines der größten Probleme bestand in der Verseuchung von Land, Wasser und Luft aufgrund der unbeschreiblichen Umweltvergiftungen, die unzählige Allergien auslösten. Die Menschen vergaßen im Laufe der Jahrhunderte, dass sei selbst ein Teil der Natur waren und somit sich selbst vergifteten und die Grundlage ihrer Existenz zu vernichten drohten. Erst der Zusammenbruch des kranken Gesundheitssystems der westlichen Industrienationen und die gleichzeitig damit einhergehende Dezimierung der Menschheit durch Infektionskrankheiten und Epidemien führten dazu, dass eine Rückbesinnung stattfand.

Es gab zu dieser Zeit noch einen weiteren Aspekt, der es den Menschen leichter machte, eine neue Denkweise zu entwickeln. Die Erde begab sich in das Zeitalter des Wassermanns.  Die Menschheit tauche in eine neue Dimension ein, die reifere Seelen hervorbrachte und andere Werte entstanden. Da das Geld abgeschafft war, nahm auch im Gesundheitswesen Gier und Geiz rapide ab. Die Pharmaindustrie strebte nun nicht mehr nach Profit und konzentrierte sich auf das vorhandene, natürliche Vorkommen in Pflanzen und Mineralien. Altes Wissen wurde zusammengetragen. Dort wo Lücken klafften, forschten die Menschen um diese zu schließen.

 

Und je mehr sich das Weibliche Prinzip verbreitete, desto achtsamer wurden die Menschen miteinander. Für alle Menschen wurde immer deutlicher, dass ein Ausgleich im Geben und Nehmen die Grundlage für ein gesundes Leben und ein harmonisches Miteinander darstellt. So ist es ja bis in unsere heutige Zeit geblieben. Jeder gibt nach seinen Talenten, Fähigkeiten und Möglichkeiten. Einen großen Teil der Freizeit verbringen wir damit, jemandem oder einer Gruppe von Menschen etwas Gutes zu tun oder die Geschenke der anderen in Empfang zu nehmen. Dadurch fühlen sich alle gesehen, geachtet und in ihrer Ganzheit wahrgenommen. Die Seelen der Menschen konnten durch die Veränderungen damals langsam wieder auftanken und durch den liebevollen Umgang miteinander kam auch der Geist zur Ruhe. Zufriedenheit ist eingekehrt.

Die meisten Geräte zur Diagnoseerstellung für Menschen wurden abgeschafft und durch persönliche Techniken ersetzt. Alte Fähigkeiten und überlieferte Erkenntnisse, die es ermöglichen, entstehende Krankheiten frühzeitig, also noch vor Sichtbarwerdung in den Organen, festzustellen, bevor sie diese verändern, wurden wiederentdeckt und weiterentwickelt.
  Medikamentionen erfolgen nur in Formen ohne Nebenwirkungen. Der Mensch ist nicht länger eine Maschine, die aus Einzelteilen besteht, sondern wird wieder in seiner Ganzheit und Komplexität gesehen. Die Forschung verbot sich selbst, in die Natur einzugreifen. Gentechnologie entsprach und entspricht nicht dem Wertegefühl und wurde als Hybris des Menschen deklariert. Es gibt keine prinzipiellen, lebensverlängernden Maßnahmen unter menschenunwürdigen Bedingungen mehr und so lernten die Menschen den Tod als das zu sehen, was er immer war: ein Teil des eigenes Lebens. Es gibt keine Alters- und Pflegeheime mehr, in denen die Menschen bis zu ihrem Tod dahinvegetierten. Die meisten alten Menschen leben bis zu ihrem Abschied überwiegend gesund in ihren Familien oder in aktiven Gemeinschaften.

Die Frauen in den Wechseljahren

Die Frauen in den Wechseljahren sollten sich die Positionen und Aufgabenbereichen wieder zurückerobern, die ihnen für die Zeit nach der Mutterschaft natürlicherweise zugedacht waren. Über Jahrtausende hinweg wurden die Frauen ihrer Aufgabe beraubt, die Traditionen, Erfahrungen und ihr erworbenes Wissen an die nächste Generation weiterzugeben. Frauen waren in allen alten Gesellschaftsformen für die Gesundheit der Mitglieder ihres Stammes oder ihrer Sippe zuständig. Sie hatten das Wissen über die Pflanzen und deren Wirkstoffe gesammelt und es von Generation zu Generation weitergegeben. Dann im Mittelalter wurde alles anders. Die katholische, christliche Kirche erfand die Inquisition und machte damit viele wissende Frauen zu Hexen. Zeitgleich mit der Inquisition entstanden die ersten medizinischen Lehranstalten, denen nur Männer der Kirche angehören durften. Millionen von Frauen wurden als Kräuterhexen in dieser Zeit auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Angst vor dem Scheiterhaufen wohnte kollektiv in den Zellen der Frauen, die sich und ihr Wissen deshalb im Verborgenen hielten. Die Kirche hatte die letzte sinnvolle Aufgabe aus dem Leben der Frauen als Weise Alte gestrichen und das Schlimmste daran war, dass darüber kein wirkliches Bewusstsein existierte. Und so wurden die Wechseljahre für viele Frauen eine Zeit, die sie mit Angst und Schrecken erwarteten. Weil viele Männer selbst Angst vor Veränderungen hatten, wollten sie nicht, dass die Frauen sich veränderten und wieder eigenständiger wurden. Dem Männlichen Prinzip entsprechend erfolgte dann die Hormonersatztherapie, welche die Frauen in diesen aus männlicher Sicht erstrebenswerten Idealzustand der lieben, angepassten und häuslichen und noch ewig jugendlichen Frau halten sollte. Diesen Irrtum aufzuklären und den Frauen wieder den Sinn ihrer Wechseljahre und vor allem die Zeit danach, wieder vor Augen zu halten, dafür wurde der Konvent gegründet. Nach dem Umbruch entstand ein riesiger Bedarf an Anleitung und Unterweisung für Frauen und Männer, um sich mit den Eigenheiten und Vorteilen des Weiblichen Prinzips zu beschäftigen.

 

Heute bieten die Weisen Alten im Konvent Seminare für Männer an, die ihre Herzstimme wieder hören möchten. Für die jungen Menschen sind dafür keine Seminare mehr nötig, sie sind damit aufgewachsen. Aber viele Menschen der vorangegangenen Generationen haben in ihrer Kindheit ganz andere Erfahrungen gemacht. Besonders die Männer, die jetzt bereits im ehrwürdigen Alter sind, haben unter der Herrschaft des Männlichen Prinzips für ihre Herzstimme keinen Raum gefunden. Und längst nicht alle trauen sich zuzugeben, dass ihnen dadurch ein wichtiger gesunderhaltender Aspekt in ihrem Leben gefehlt hat.

Auch Frauen treffen sich in Seminaren zum Thema der Göttlich-Weiblichen Sexualität. Die anwesenden Frauen sind bereits durch ihre Wechseljahre gegangen, also Frauen, die noch mit der früher praktizierten Sexualität ihre Erfahrungen gemacht haben. So wie wir heute sexuelle Liebe als göttliches Geschenk und heiligen Akt sehen, so war es sicher auch schon einmal in ganz, ganz frühen Zeiten. Allerdings liegt das schon viele tausend Jahre zurück. Seit dem Mittelalter war dieser heilige Akt zur reinen Sexualität verkommen. Daran hatte auch die Religion einen gewissen Anteil, weil sie Teile dieser heiligen Handlung zur Sünde erklärte. Als dann zu Luthers Zeiten der eheliche Geschlechtsverkehr auch noch gesetzlich festgeschrieben wurde und wie eine Art Verpflichtung bei Strafandrohung einzuhalten war, glitt alles ins Absurde ab – von heiligem Akt keine Spur mehr. Sexualität wurde dann immer mehr ein Machtmittel, das in den Beziehungen von beiden Seiten benutzt wurde. Der einstmals natürliche Zustand, dass die Frauen den Zeitpunkt wählten, an dem sie Nachwuchs haben wollten, vorbei. Die heilige Weiblichkeit wurde unterdrückt. Frauen waren den Strukturen von Gewalt und Macht des Männlichen Prinzips in den Mutter-Vater-Kind-Beziehungen ohne die schützende Struktur einer Frauengemeinschaft noch stärker ausgesetzt. Um ein Mittel gegen die Unterdrückung zu finden, mussten die Frauen das Männliche Prinzip in sich aktivieren und kamen so immer weiter weg von ihren Wurzeln. Erst ein paar Jahrzehnte vor dem Umsturz wurde ein Gesetz erlassen, dass die Frauen frei entscheiden durften, ob sie mit ihrem Mann schlafen wollten oder nicht. Ein Übergriff, auch wenn er in einer Ehe geschah, wurde als Vergewaltigung  angesehen. Statistiken der Zeit gaben an, dass wahrscheinlich jede dritte Frau sexuell missbraucht und vergewaltigt worden war. Kindesmissbrauch war an der Tagesordnung und durch das Internet nahm das Thema Pädophilie einen großen Raum ein und zeigte die sexuelle Fehlentwicklung der Menschheit deutlich. Die nicht gestillten Triebwünsche der Männer pervertierten immer mehr. Es gab ganze Länder, in denen Mädchen-Kinder ihre Familien durch Prostitution ernährten und es gab einen passenden Tourismus für die entartete Sexualität der Männer. Sexualität war zu einem Machtinstrument geworden und zu einer Ware. In der Werbung war dies deutlich zu spüren. So manche Frau fühlte sich in einem Umfeld anzüglicher Bilder nackt dargestellter Frauen geschmeichelt und merkte gar nicht, wie diskriminierend und abträglich es für ihre Göttlichkeit war.

 

Wenn Sexualität zum Machtgegenstand wird, dann kann von kosmischer Liebe keine Rede mehr sein. Durch die Abspaltung der Liebe vom Akt der Vereinigung zweier Menschen entstand reine Sexualität und damit ein Vakuum. Liebe beinhaltete nur noch die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse. Menschen behaupteten, einander zu lieben, erwarteten dafür aber die Erfüllung ihrer Wünsche. Der göttliche Aspekt wurde durch den zutiefst kindlichen Aspekt der Bedürfnisbefriedigung ersetzt. Sexualität war nicht länger das Ergebnis einer bedingungslosen Liebe zweier Menschen zueinander, sondern vielmehr Mittel zum Zweck. Das war auch daran festzumachen, dass der Orgasmus eine so wesentliche Rolle dabei spielte. Die meisten Männer hatten das Wichtigste verlernt: die Anerkennung der Frau als schöpferische und gebärende Göttin! In der göttlich sexuellen Liebe dient der Mann dieser Göttin in der Frau und ist weit davon entfernt, sie beherrschen zu wollen. Seine ganze Liebe fließt in die Vereinigung ein und endet mit dem ekstatischen Gefühl der gemeinsamen Göttlichkeit. 

Energiepolitik

Es gibt keine Produktionsstätten mehr, die von außerhalb Energie benötigen. Es gibt weder die Notwendigkeit von Energiezufuhr von außen noch entsteht Abfall, der die Produktionsstätte wieder verlassen muss. Alle anfallenden Abfallprodukte werden recycelt und entweder wiederverwendet oder am Ende des Prozesses als Humus in die umliegende Natur abgegeben. Jeder Gebäudekomplex ist in sich ein geschlossenes System und völlig autark.

 

Seit einigen Jahrzehnten gilt auch in der Wirtschaft wieder das natürliche Gesetz. So wie in der Natur die Abfallstoffe des einen die Nahrung des anderen ergeben, verhält es sich auch wieder bei der Produktion von Menschenhand. Es gibt keinen sogenannten Müll mehr. Es gibt nur noch saubere Produktionen und saubere Technologien, die bestrebt sind, es der Natur gleichzutun. Gerade im Bereich der nachahmenden Biotechnologie sind in der Vergangenheit große Erfolge erzielt worden und mit jedem Geheimnis, das die Forscher der Natur entlocken, verringert sich der Energieverbrauch der Menschen.

Im Laufe der vergangenen fünfzig Jahre wurde in der Energiepolitik kräftig aufgeräumt. Als erstes wurden alle Atomkraftwerke geschlossen und nach und nach demontiert. Die Wissenschaft entwickelte ein Glasgemisch, in dem die kontaminierten Werkstoffe eingeschossen werden konnten, um die Gefahr einer Verströmung zu verhindern. Das hat mehr als ein Jahrzehnt gedauert, doch dann war alles im Glas verschwunden. Danach hat der Weltältestenrat eine Region gesucht, in der die verglasten Atomabfälle lagern konnten. Noch vor der großen ökologischen Katastrophe hatte die Klimaveränderung die Wüstenanteile auf verschiedenen Kontinenten vergrößert. In einem dieser riesigen Wüstengebiete wurden die Glaskuben aus allen Teilen der Welt gebracht und dort entstand das Endlager eurer Sünden. Parallel dazu verbot das Weibliche Prinzip und das aus ihr entsprungene Gesetz zur Erhaltung der Würde der gesamten Natur, die Förderung von fossilen Brennstoffen. Keine Kohlekraftwerke mehr, keine Öl- und Erdgasförderung mehr. Das Weibliche Prinzip, als Vertreterin der Natur, beauftragte die Wissenschaft und ihre Ergebnisse wurden dann in der Wirtschaft umgesetzt. Fortan waren nur noch Energiequellen erlaubt, die sich durch die Nutzung nicht erschöpften: Wasserkraft, Windkraft, Sonnenlicht und Erdwärme.

 

Verschmutzung der Meere

Die Industrie hat damals allein in den USA täglich mehr als 19 Milliarden Liter hochgiftige Chemikalien ins Meer geleitet. Niemand fand es bedenkenswert, dass Polymere, aus denen Dinge hergestellt wurden, die ewig halten sollten, auch nicht abgebaut oder recycelt werden konnten. Fische verwechselten die kleinsten Partikelchen mit Plankton und fraßen es. Am Ende der Nahrungskette haben die Menschen dann ihre eigenen unverwüstlichen Polymere gegessen. Die Umkehrung war erst möglich, als die Forschung nach der Rückkehr des Weiblichen Prinzips disziplinübergreifend Mikroben entwickelt hat, die Polymere tatsächlich als Nahrung aufnehmen und dann durch ihre Ausscheidungen zur Reinigung der Gewässer beitrugen. Inzwischen ist die Wasserqualität der Ozeane wieder gestiegen.

 

Die Machtstrukturen der Wirtschaft waren derart einschüchternd, dass die weniger informierten Bürger der Staaten immer noch glaubten, was die Lobbyisten der einzelnen Wirtschaftszweige ihnen vortrugen und glauben machen wollten. Dazu muss man auch noch wissen, dass viele Generationen lang Lebensqualität mit „Geld haben“ gleichgesetzt wurde. Viele Menschen gingen früh am Morgen zur Arbeit und kamen spät am Abend wieder heim, um Geld zu verdienen. Sie arbeiteten hart, Geld bestimmte den Tagesablauf. Viele sahen in ihrem Beruf keine Berufung, es war eine sinnlose Beschäftigung,  wie in einem Hamsterrad, die ihnen ihre ganze Zeit nahm, sie erschöpfte und gestresst zurückließ. Die letzte Generation vor der Rückkehr des Weiblichen Prinzips war gerade die Generation, die am weitesten von ihrer eigentlichen Lebensqualität entfernt war. Die damalige Gesellschaft hatte sich über die Natur erhoben und Demut vor der unglaublichen Perfektion des Ganzen war nahezu unbekannt. Sich als einen Teil dessen zu erleben, so wie wir es tun, war dem EGO des Menschen und ihrer Gier zum Opfer gefallen. Es ging alles nur ums Haben und niemals ums Sein. Wie trist das Leben gewesen sein muss, wenn so wenig Raum für die geistigen, spirituellen und erbaulichen Dinge im Leben vorhanden war.

Abschaffung des Geldes

Die ganze Welt war tagtäglich auf Geld ausgerichtet und die Vorstellung, dass es kein Geld mehr geben würde, war in den Köpfen der Menschen nicht vorgesehen. In den Köpfen hatte sich in Jahrhunderten der Geist einer sogenannten Gerechtigkeit festgesetzt. Es wurde die Justiz geschaffen, die für Gerechtigkeit sorgen sollte. Die Menschen waren derart entwöhnt davon, die Dinge freiwillig und aus eigenem Antrieb heraus zu tun, dass sie immer jemanden brauchten, der als Schiedsrichter, als Richter fungierten. Geld hatte den Platz eines solchen Richters eingenommen. Wir wissen heute, dass dieses Wort Gerechtigkeit ein Konstrukt ist, das nur Probleme schafft, aber nicht das erreichen kann, wofür es erdacht war. Das neue Gesetz, dass das Weibliche Prinzip schuf, nie mehr zu nehmen, als wir geben konnten oder wollten, das ist echte Gerechtigkeit.

 

Ohne die Möglichkeit des Geldes waren alle wieder auf ihr inneres Gefühl zurückgeworfen. Sie mussten prüfen, was ihnen die Dinge, Gefühle und Situationen wert waren. Jetzt war den Menschen eine Freiheit zurückgegeben worden: sie durften den Wert selbst bestimmen. Das war am Anfang eine ziemliche Überforderung für die meisten. Die geologische Katastrophe  hat das Naturgesetz des Beitrages eines Menschen zur Gemeinschaft dann abgefordert.

Die Menschen verwechselten in ihrem Wirtschaftssystem das Ziel mit dem Mittel. Wachstum kann kein Mittel sein, um das Ziel Lebensqualität zu erreichen. Da aber das Wachstum selbst zum Ziel gemacht wurde, bewirkte es das Gegenteil und am Ende ging Wachstum auf Kosten der Lebensqualität. Die gesamte Natur wurde zur Ressource degradiert und es ging nur noch darum, was man ihr entnehmen kann und welchen Profit dies bringen würde. Ein typisches Beispiel im Bereich der Rohstoffe war das Erdöl. Die Abhängigkeit der Wirtschaft von fossilen Brennstoffen startete einen Todeskreislauf, der letztendlich zur geologischen Katastrophe beitrug und in gewissem Sinne als logische Konsequenz angesehen werden muss. Ihre Gewinne waren uferlos. Das Absurdeste an allem war, dass die Bodenschätze zu Privatbesitz erklärt wurden.

 

Paar-Beziehungen

In dieser Zeit verbinden sich die Menschen nicht mehr, um ihre Einsamkeit zu verdrängen oder um einfach nur ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Dafür gibt es die Lebensgemeinschaften, die Freunde und Freundinnen. Paare verbinden sich, um eine gemeinsame Lebens- und Liebesaufgabe für das große Ganze zu erfüllen. Zwei Menschen verbinden sich in kosmischer Liebe.

 

Forschung mit Teamgeist

Das Zusammenrücken von Forschung zum Wohle unserer Natur und einer geldlosen Wirtschaft, die im Einklang existierten, war die Rettung der Gesellschaft. Die Wirtschaft sollte nicht mehr herstellen, was sie wollte, sondern was jetzt am nötigsten gebraucht wurde. Es ging darum, das zu entwickeln und zu produzieren, was die Schäden auf diesem Planeten beseitigen konnte und neue verhinderte. So entstand etwas, was wir vorher in der Forschung nicht kannten: Teamgeist. Aus allen Teilen der Welt wurden die Vermutungen, Erkenntnisse und Resultate zusammengetragen. Niemand musste mehr der Erste sein, um an neue Gelder zu kommen. Wir haben Tag und Nacht gearbeitet. Das Bewusstsein, dass wir nicht mehr für Profit oder Ruhm weniger Menschen schaffen mussten, sondern einen echten und nachhaltigen Dienst für die gesamte Menschheit leisteten, hatte alle beflügelt. Wir entwickelten die Grundlage für die Schaffung eines neuen biologischen Kreislaufes. Die Veränderung des menschlichen Miteinanders in den Laboratorien und Versuchsstätten war eine echte Revolution in der Wissenschaft. Pilzstrukturen wurden genutzt und weiterentwickelt, die als Basis zur Reinigung des Planeten dienen. Wir haben der Natur zurückgegeben, was wir zerstört und ihr genommen hatten. Die Sinnhaftigkeit, die plötzlich spürbar hinter all unserem Tun steckte, war das größte Geschenk des Weiblichen Prinzips an uns Männer.


Lehm als bevorzugter Baustoff

Lehm wurde der bevorzugte Baustoff der modernen Zeit und er war der beliebteste Baustoff einer ganz alten Zeit. Lehm ist das kostenlose Baumaterial dieses Planeten. Drei Viertel der Erdkruste bestehen aus Lehm, deshalb ist er fast überall zu finden. Die Forschung und Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat ihn ohne schädigende Zusätze zum stabilsten, vielfältigsten und einsatzfähigsten Baumaterial der neuen Zeit gemacht. Heute geht es um Nachhaltigkeit und darum, Rohstoffe als etwas Wertvolles anzusehen und ihre Nutzung als Bereicherung, nicht nur für den Menschen, sondern für die gesamte Natur zu betrachten.

 

Süchte

Sucht war damals sehr verbreitet und war als solches ein Grundproblem. Jeder menschliche Bereich des Seins konnte zur Sucht ausarten. Die eigentliche Ursache wird heute darin gesehen, dass der Mensch die Verbindung zum Ganzen verliert. Dann entsteht ein Mangel, entsteht eine Lücke und eine Sucht beginnt. Die Menschen sahen sich nicht länger als einen Teil der Natur, sie erhoben sich über alles andere und isolierten sich dadurch. Diese innere Isolation versuchten sie durch Reize im Außen auszugleichen. Geld verdienen und Geld ausgeben beschäftigte sie den ganzen Tag lang und sollte so teilweise die entstandene Lücke füllen. Und weil sie den Zugang zu ihrem Inneren verloren hatten und sich selbst gar nicht mehr spürten, musste das Außen immer mehr bieten. Häufig war das ganze Leben eine einzige Kompensation ihrer inneren Leere. Sie hofften, dass ein Mehr im Außen sie von ihrer inneren Leere befreien würde. Damals redeten die Menschen von einem Werteverfall. Doch ein Gros der Menschen war innerlich verkommen, verwahrlost, roh und ohne jegliches Mitgefühl. Erst das Weibliche Prinzip setzte dem ein Ende. Die Menschen erlangten langsam wieder ihre Würde zurück durch die Liebe zur Natur und das Mitgefühl mit allen Kreaturen dieses Planeten. Mit dieser wiedergewonnenen Würde wurde es leichter, ins eigene Innere zu schauen. Die entstandenen Lücken im Inneren wurde mit den verlorengegangenen und wiederentdeckten Werten Liebe, Naturverbundenheit, Mitgefühl und Solidarität geschlossen. Die Menschen konnten nun alles, was sie brauchten, in sich finden und mussten nicht mehr im Außen suchen. Diese unbeschreibliche Befreiung veränderte unser ganzes Leben und gab und gibt ihm auch heute noch die Lebensqualität, die eine wesentliche Grundlage für eine Suchtfreiheit und die Neuordnung war und ist.

 

Landwirtschaft

Trotz des großen Hungers auf der Welt wurden mehr als zwei Millionen Kilo Brot jedes Jahr auf einer einzigen Halde weggeworfen. Nicht, weil es verdorben war, sondern weil es eine Überproduktion darstellte. Und wieder ist das ein Zeichen dafür, dass der Mensch vom Wesentlichen des Lebens abgekommen und sein ganzes Denken und Tun vom Geld und dem damit verbunden Profit bestimmt war. Das Mittel wurde wieder mit dem Ziel verwechselt. Die Lebensmittel wurden offensichtlich nicht hergestellt, um Menschen damit satt zu machen, sondern um damit Geld zu verdienen und den Profit zu erhöhen. Nahrung wurde zum Spekulationsobjekt. Übermäßiges Düngen, der Einsatz von Pestiziden und die Subventionierung der Landwirtschaft durch die westlichen Regierungen zerstörte nachhaltig die Existenzgrundlage der Menschen in den armen Regionen auf diesem Planeten. In den Massenställen ging es für Hühner, Puten, Gänse und Schweine qualvoll zu. Europa hat 90 des Sojafutters für die Massentierhaltung aus den armen Ländern importiert. Getreide, das den hungernden Menschen fehlte. An jedem einzelnen Tag starben damals 100.000 Menschen am Hunger oder an seinen unmittelbaren Folgen. Die Ursache lag an der Verteilung. Heute ist Fleisch ein seltener Luxusartikel geworden. Ohnehin ist die Massentierhaltung, Hybridamen und Genmanipulationen durch die neue Ordnung verboten worden. Pestizide wurden durch natürliche Feinde ersetzt. Die vielen Krankheiten, wie Allergien und Hautkrankheiten, die durch die Verabreichung von Pestiziden auf Lebensmitteln entstanden sind, nahmen wieder ab.

 

Fischfang

Der industrielle Fischfang hat den Fischbestand derart dezimiert, dass wir Gefahr liefen, die Meere völlig zu entfischen. Die Verschmutzung der Meere war unvorstellbar. Neben den giftigen Chemikalien, die zu Millionen von Litern täglich ins Meer flossen, kam noch die Verschmutzung durch Schiffsunglücke hinzu. Immer wieder gab es Unfälle von Öltankern, die ganze Regionen verseuchten und damit die gesamte Flora und Fauna über lange Zeiträume vernichtete. Es gab Gebiete, da waren die Oberflächen wie Mülldeponien, angefüllt mit Plastikabfall, der sich nicht auflöste, weil wir Menschen doch so stolz auf unsere unkaputtbaren Plastikverbindungen waren. Ein anderes Problem war die Erwärmung des Wassers durch den Klimawandel.  Das gesamte Ökosystem der Meere war durcheinander gebracht worden und ein flächendeckendes Sterben der Korallenriffe ließ nichts Gutes erahnen.

 

Kriege

Es gab viele verschiedene Gründe für Kriege. Zum einen gab es sehr viele Besitztümer, die verteidigt werden wollten, weil so viele arme Menschen, die nichts zu verlieren hatten, auf die Straße gingen und dafür aufstanden, dass die Güter der Welt umverteilt würden. Zum anderen war das Bedürfnis der Patriarchen nach Macht, Machterhalt und Machterweiterung ein großes Thema und Jahrtausende lang ein Grund für Kriege. Später kam noch der Kampf um die begehrten Bodenschätze hinzu. Nicht zu vergessen sind die Glaubenskämpfe. Die Rüstungsindustrie war ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor. Sein Vaterland zu verteidigen hatte etwas mit Ehre, Verpflichtung und Stolz zu tun, jedenfalls haben sie uns das eingeredet. Bei den sogenannten Glaubenskriegen haben sie sogar Kinder eingezogen.

 

Religionen

Gleich nach dem Umsturz haben sich weibliche Geisteswissenschaftlerinnen aller Religionen daran gemacht, ihre alten Schriften mit den Übersetzungen zu vergleichen und herauszufinden, ob in den göttlichen Niederschriften die Unterdrückung der Frauen tatsächlich vorgesehen war. Wie sie erwarteten, war dem nicht so. Die Wissenschaftlerinnen erstellten neue Werke, die den neuen Einstellungen und Werten entsprachen, rückten das Frauenbild zurecht und schafften Macht und Unterdrückung darin ab. Bis heute gibt es Männer, die diese Neufassungen nicht akzeptieren und nach den alten Schriften leben, was niemanden kümmert, weil sie keine Macht mehr über die Frauen besitzen. So können sie in ihrer altertümlichen Gedankenwelt weiterleben, ohne Schaden anzurichten. Ein zweiter wesentlicher Aspekt dieser Geisteswissenschaftlerinnen war es, die Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen Glaubensrichtungen herauszufinden und sie zu einer neuen und für alle Religionen akzeptablen Neufassung zusammenzuführen. Die nachfolgenden Generationen haben diese neuen Schriften anerkannt, sie sind wichtige Hilfen in Krisensituationen und Wegweiser bei Weichenstellungen. Heute gibt es ein paar neue Strömungen, die sich nicht auf Gottheiten berufen, sondern sich der Quantentheorie bedienen. Auch ganz alte Bräuche und Sitten wurden wieder eingeführt. Es gibt wieder keltische Rituale, Frauen nennen sich wieder Hexen, selbst Atheisten glauben an ihre eigene Theorie und sind keine Minderheit mehr. Die Menschen in der neuen Welt sind völlig frei, zu welcher Gemeinschaft sie gehören möchten und brauchen nicht zu befürchten, dass ihre Richtung von irgendeinem anderen kritisiert wird. Die Menschen haben gelernt, dass sie Teil einer allumfassenden Schöpfung sind. Für diese Generation gibt es keine Trennung mehr, weil alle wissen, dass sie alle miteinander untrennbar verbunden sind.

 

Spirituelle Veränderung

Der Wandel vom Konzept des Überflusses zum Konzept des Wohlbefindens erforderte eine kulturelle Revolution, die die Menschen zurück zu sich selbst und zu einem erweiterten spirituellen Bewusstsein führte. Dieses erweiterte spirituelle Bewusstsein hat es ihnen ermöglicht, wieder zurück zum Wesentlichen zu gelangen. Ihr Alltag wird nicht mehr davon bestimmt, so viel wie möglich zu haben oder zu leisten. Die Menschen leben jetzt dafür, ein beitragendes Mitglied ihrer Gemeinschaft zu sein. Sie schauen darauf, wie sie sind, welche Gefühle sie leiten und wie sie mit ihrer Umwelt umgehen. Sich wieder als Teil des Ganzen zu erleben, die Verbundenheit mit anderen Menschen, Tieren oder Pflanzen wahrzunehmen, macht sie glücklich und stellt an sich einen unschätzbaren Wert dar. Die Menschen haben begriffen, dass sie auf diesem Planeten leben, um ihm zu dienen, denn er ist ihre Heimat. Die Menschen haben die Entwicklung von der Masse zur Qualität geschafft und dabei eine noch nie dagewesene Gerechtigkeit und Freiheit für alle Menschen auf dem gesamten Globus geschaffen. Die Menschen sind über ihre niedrigen Beweggründe hinweggekommen und haben ein ethisches Bewusstsein erlangt, das ihrer Intelligenz zur Ehre gereicht. Diese Generation lernte zu begreifen, dass das ganze Universum eine einzige Göttlichkeit ist. Alles ist reine Göttlichkeit, die keine Rangordnung kennt. Das Universum lebt schon von Anbeginn nach seinen eigenen Gesetzen, deren Wirkung niemals davon abhängt, ob ein Mensch daran glaubt oder nicht. Eines dieser kosmischen Gesetze ist das Gesetz der Anziehung – der Manifestation durch unsere Absichten und Einstellungen. Dass Menschen nun selbst für ihre eigenen Überzeugungen, Werte und Gedankenwelt  verantwortlich sein sollten, war eine schwer zu schluckende Aussage. Bis die Menschen zulassen konnten, dass Krankheiten den Ursprung in ihrem eigenen Denken hatten, erforderte es mehr als zwei Jahrzehnte des Umdenkens. Sehr lange glaubten die Menschen, dass die Gene ihr Geschick bestimmten. Bruce Lipton, ein US Professor für Zellbiologie, entdeckte als einer der ersten, dass nicht die Gene die Geschicke der Menschen lenken, sondern dass es die Peptide sind, die Signale von außen aufnehmen und eine Bewegung in Gang setzen, die unser Sein lenken. Diese Signale entstehen durch die Art unserer Bewertung des Umfeldes. Die tiefen inneren Überzeugungen und die damit verbundenen Gefühle lassen im Menschen ein Bewertungssystem entstehen, mit denen wir unsere inneren Prozesse unseres Denkens und somit unser äußeres Handeln steuern. Somit war klar, dass unsere Gedanken und Gefühle unsere Umwelt erschaffen und wir genau das im Leben bekommen, was unser Wertesystem vorgibt. Das Gesetz der Anziehung spielt dabei eine große Rolle, weil es ungeahnte Möglichkeiten eröffnet. Gefühlte Gedanken wirken wie Magnete und ziehen Gleiches an. Gefühlte Gedanken sind Frequenzen, die ausgesandt werden und ihresgleichen im Universum suchen. So ist der Mensch in der Lage, durch seine magnethaft wirkenden Gefühle das zu erschaffen, was er fühlt und denkt. Die neue Generation hat gelernt, eine Klarheit im Geiste zu erzeugen und sie zu halten, um sie für dieses Gesetz zu nutzen. Heute geht es darum, schöpferisch zu sein und weitere geistige Entwicklungsstufen zu erlangen. Die Menschen glauben daran, dass alles was sie tun, einen Sinn ergibt. Es ist eine glückliche Generation.

 

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